Rock am Ring 2019 – “Ich bin in ein riesiges Treffen unter 100.000 Freunden gelangt ohne es vorher zu wissen, aber definitiv werde ich wiederkommen”

Am Donnerstag, den 6.6. sind wir nach meinem Feierabend, ich musste Gott sei Dank nur einen halben Tag arbeiten, vom Kölner Hauptbahnhof aus, mit einem Mitfahrer aus Wien, der extra eingeflogen ist, in Richtung Nürburgring gefahren. Nach knapp eineinhalb Stunden Fahrt sind wir, nach einem Zwischenstopp um noch
etwas Bier zu kaufen, am Ring angekommen.

Was für ein riesen Festival!

Die Straßen waren verhältnismäßig leer, und so konnten wir unseren österreichischen Mitfahrer gut am Campingplatz C2 absetzen. Da habe ich erstmal gesehen, welche Ausmaße dieses Festival hat.
Zu unserer Ankunftszeit waren die Straßen relativ leer, so konnten wir sehr schnell zu unserem Campingplatz – A4 VIP- und Pressecamping. Hört sich super an, ist es auch! Unser Fußweg zum Gelände: 10 Minuten.
Für uns fußfaule Personen, also Janis und mich definitiv toll! Ich bin allerdings an dem gesamten Wochenende über
50 KM gelaufen.


So kamen wir also an und haben erstmal unser Zelt aufgebaut und uns eingerichtet. Um ziemlich genau 18:00 sind wir Richtung LIDL Rockstore gelaufen um dann in einer etwas längeren Schlange zu stehen.Nach 45 Minuten waren wir auch endlich drin.

Erste Erfahrungen im LIDL

Für mich, der ich zum ersten Mal beim Ring war, war allein der LIDL schon überwältigend.
Allerdings nichts gegen das Festivalgelände, zu dem ich später noch einmal kommen werde.
Der Lidl war voll, Kartons flogen auf dem Boden rum, Fanta war leer, und viel zu viele Leute drängten sich in dem Pop-Up Store. Aber kein Problem für die LIDL-Crew, die souverän und nett lächelnd alles über sich ergehen lassen hat. Man sah jedem einzelnen, trotz allem Stress an, das er oder sie einfach nur Spaß hat im Rockstore zu arbeiten.

Ein kleiner Fakt nebenbei: Die Lidl-Crew darf vor und nach ihrer Arbeit auch das Festivalgelände betreten.

Nachdem wir unsere Einkäufe zu ganz normalen Lidl-Preisen bezahlt haben, gingen wir zu Freunden auf den Campingplatz B5, ein relativ naher, aber doch nicht direkt um die Ecke gelegener Campingplatz, um Flunkyball und Co. auf dem Ring für euch zu testen.


Wir wurden durchgehend von Musik privater Anlagen beschallt, es gab im Prinzip keinen Quadratzentimeter, von dem aus man keine Musik hörte. Es war einfach grandios!!


Am Freitag haben wir um 12 Uhr unsere Pressepässe abgeholt und Janis
noch ihren Fotopass. Die Fotos findet ihr im übrigen hier
: https://stars-wanted.com/envira/rock-am-ring-2019/


Nachdem wir uns eingerichtet haben ging es auch schon direkt mit der Alternative Rock Band
Dead Memory
aus dem Herzen des Ruhrgebiets los. Dead Memory haben sich beim BigFM Contest für Rock am Ring
durchgesetzt und durften so auf der
LIDL Rockstage vor dem Rockstore spielen. Ein sehr gelungener Auftritt und für uns der Auftakt zu Rock am Ring, die Jungs haben gerockt und Stimmung gemacht.

Nachdem Dead Memory die letzten Akkorde gespielt haben, sind wir nochmal in den LIDL – Hunger stillen. 

 

Satt und glücklich sind wir zum Festivalgelände gelaufen und sind durch den Haupteingang über die Craterstage, Alternastage und Volcanostage gegangen, damit ich die auch mal sehe und mich nicht vollends
verlaufe. Im Laufe der nächsten Tage war das eine sehr gute Idee!

Als wir auf dem Festivalgelände ankamen, dachte ich mir nur :”Was zum Teufel? Das ist ja gigantisch!” – Den wahren Gigantismus sollte ich aber noch kennen lernen…
Deadland Ritual, eine englisch-amerikanische Hardrockband, war die erste Band auf der Volcano für mich. Mit Blick von der Tribüne eine durchaus gelungene Unterhaltung! Nicht sehr spektakulär, aber dennoch einen Besuch
wert.

Weiter ging es mit Halestorm aus dem US-Bundesstaat Pennsylvania, die ihren Rock im Regen spielten
und mich zimperliche Person (Ich bin so süß, ich kann nur aus Zucker sein und würde mich bei Regen auflösen) in Innere zwangen. So hab ich mir den Auftritt halt über Magenta Musik angeschaut.

Livestream Dank Magenta Musik


Magenta Musik ist ein Live-Streaming-Dienst der Telekom, welche mit einer eigens dafür gelegten 10Gbit Leitung von der Volcano- und Craterstage die Konzerte mit vielen Kameras live streamen. Koordiniert werden die
Kameras von zwei Übertragungswagen von DVN. 

Nach Halestorm habe ich den großen Schritt gewagt mir das Festivalgelände einmal näher in Ruhe anzuschauen. Janis fotografierte Welshy Arms und so konnte ich mich halt dem breiten
Rahmenprogramm widmen.

Neben verstopften Toiletten, langen Schlangen und hohen Preisen  gibt es da aber nichts zu bemängeln. Während lange Schlangen und verstopfte Toiletten sich durch die schiere Größe der Veranstaltung zu erklären scheinen, sind mir immer noch die horrend hohen Preise auf dem Festivalgelände ein Rätsel.
5 Euro für ein Bier 0,5l
. Ich als gelernter Kaufmann kann mir das nur mit aberwitzigen Gewinnen
erklären für die Betreiber. Die Betreiber werden auch Kosten haben, die sich aber recht schnell decken. Und Bier ist hier leider nur ein Beispiel. Neben den Getränken, nutzen auch Foodseller schamlos die Situation aus, dass man nichts zu Essen oder Trinken mit auf das Gelände nehmen darf. Leider machen die Leute da auch noch mit, und sei es auch nur, weil sie keine andere Wahl haben. Immerhin – man durfte sich eine leere faltbare Trinkflasche auf das Gelände mitnehmen und an
zahlreichen Wasserstellen kostenlos Wasser holen.

Der Jägermeisterstand brillierte wieder

Neben Jägermeister, mit dem großen Jägermeisterhirsch, der dieses Jahr zum letzten mal da war, waren auch andere namhafte Stände vertreten.
So konnte man zum Beispiel bei John Player Special in eine Bällebad eintauchen oder Karaoke singen, oder bei
Zippo durch ein Glücksrad tolle Preise gewinnen, welche Preise man gewinnen konnte, weiß ich allerdings nicht, da die Schlange viel zu lang war – über 50m.

Auf dem Gebiet der festen Nahrung haben viele verschiedene Essensanbieter ihr Zelt, bzw. ihren Stand aufgeschlagen. Leider waren die Schlangen alle so lang, dass ich mir am Subway außerhalb des
Geländes was zum Beißen geholt habe. War auch lecker – vor allem aber auch leer! Ich habe allerdings diverse Stimmen gehört, dass das Essen auf dem Gelände in Ordnung sei, etwas günstiger und es wäre
gut gewesen.

Die Kirmes war wieder mit dabei!

Auch gab es wieder eine kleine Kirmes, also ein Fahrgeschäft und ein Riesenrad, von wo aus man über
das Gelände einen tollen Ausblick hatte. 
So hatte also auch der Festivalbesucher, der gerade keine Band sah, eine gute Unterhaltung, da die Wege zum Campingplatz im Zweifel, trotz Shuttle auch mal etwas länger werden konnten.

Dann ging es für mich wieder zur Volcanostage um mir Slash, der für seine berühmt berüchtigten
Gitarren-Riffs
bekannt ist, feat. Myles Kennedy und Smashing Pumpkins, das ist ein
Alternative Rock Band aus Chicago anzuschauen. Beides beste Unterhaltung. No more to say!

Mit Rap rocken nur SDP

Auf zur Crater-Stage zu einem meiner persönlichen Highlights:, SDP!
Die haben gestartet und ich war nur geflasht, mega Stimmung, hammer Bühnenbild, einfach klasse, die haben
trotz Rap gerockt! Nachdem ich im Moshpit gestolpert bin, und mir jemand aus Versehen auf die Hand
getreten ist, bin ich erstmal wieder Richtung Pressezentrum um meine Hand zu kühlen, ich wusste dass nichts gebrochen oder geprellt war, aber trotzdem tat es ein wenig weh.

Später ging es zu Tool – Ehrlich gesagt bin ich komplett enttäuscht von Tool. Es lief auf
den Videowalls ein durchgehendes Musikvideo, Magenta Musik hat nur ein Schwarzbild übertragen und so hatte visuell eigentlich nur der Bereich vor dem ersten Wellenbrecher was davon, wenn überhaupt. Die
Lichtstimmung war im allgemeinen sehr dunkel, der Sänger hielt sich, so wie ich es beurteilen konnte gern im hinteren Bereich der Bühne auf. Tool hatten überdies sehr strenge Auflagen für Fotografen. So
durfte nur der erste Song fotografiert werden, und der Sänger hielt sich auch hier im Hintergrund und war eigentlich gar nicht zu sehen.


Musikalisch war die Band eher was für die ältere Generation.
Veranstalter André Lieberberg berichtete, dass Acts für jung und alt gebucht worden sind, sodass für jeden etwas dabei war.

Motorroller auf der Bühne

Um 01:40 haben RAF Camora und Bonez MC die Crater-Stage mit ihrem Rap und Dancehall Reggae auseinander genommen. Allein das Bühnenbild – Motorroller auf der Bühne, ein riesiges Krokodil auf der Bühne,
die Hintersetzer auf dem Hintergrundmonitor. Just wow!
Und dann erst der Auftritt – mein
unübertroffenes Highlight
für den Freitag. Ich weiß nicht, wie man die Menge so bei Laune halten
kann um die Zeit aber RAF und Bonez können es!


Ob der Auftritt mein Highlight vom kompletten Festival war, kann ich noch nicht sagen, ich schreibe diesen Teil am Samstagmorgen gerade in meinem Schlafsack nach einer sehr windigen Nacht.


Samstag habe ich mich vormittags komplett mit dem Camping beschäftigt, es wurde gegrillt, ein Bier getrunken, gelacht und das Zelt wieder abgespannt.

Zu Feine Sahne Fischfilet bin ich dann am Samstagnachmittag aufs Festivalgelände gegangen.
Feine Sahne Fischfilet sind für ihr politisches Engagement bekannt, und so war ich auch nach einer Ansprache des Sängers Jan “Monchi” Gorkow, in der es um
Ausgrenzung und menschenverachtende Theorien,
und was man dagegen unternehmen kann und sollte,
am ganzen Körper mit Gänsehaut überzogen. DIe Ansprache kam vor dem Lied “Zuhause”, für diejenigen, die den Moment auch einmal erleben möchten.

Weiter ging’s dann mit Dropkick Murphys, mit ihrem Irish Rock und der britischen Metalcore Band Bring
Me the Horizon
welche die Volcano Stage komplett gerockt haben. Ich verzichte hier bewusst auf
Superlative, weil die sind alle für die Ärzte reserviert.

Es gibt nur einen Gott – BelaFarinRod

Mit den Ärzten,der besten Punkrock-Band der Welt könnte ich wahrscheinlich ganze Bücher füllen, ich versuche aber mich so kurz wie möglich zu halten.
Nach einigen Jahren Festival-Pause haben die Ärzte am Freitag zuerst bei Rock im Park gespielt und am
Samstag kamen sie dann zu Rock am Ring.
Bela, Farin und Rod – Ich muss zugeben, dass ich tatsächlich sehr aufgeregt und gespannt war im
Vorfeld, und ich wurde absolut nicht enttäuscht! Ganz im Gegenteil, ich wurde überrascht, wie die Ärzte dann tatsächlich das Festival auseinander genommen haben. 150 Minuten pure Party – wie ein Wiedersehen von alten Freunden.
100.000 Besucher und 3 unheimlich motivierte Künstler.

Den Einstieg haben die Ärzte mit “Country Roads”, welches dann in “Unrockbar” mündete,gemacht
– Die ersten Töne erklingen – die Menge schreit, und dann, dann als der Vorhang fiel, ging alles ganz schnell!

Zeitgleich mit den Ärzten spielte Slayer auf der Crater Stage, was die Ärzte auch munter zur Sprache gebracht
haben, aber für mich und ganz viele andere war die Entscheidung recht einfach.
Ich wollte die Ärzte sehen!

Neben der wirklich sehr gut inszenierten Musik, gab es auch viele WItzeleien und Publikumselemente der Ärzte, so hat Farin zum Beispiel immer wieder aus einer Tasse getrunken und hat gesagt, dass dort Pfefferminztee enthalten sei. Vor dem Song “Schrei nach Liebe” sollten sich alle hinsetzen.Ich stand im ersten Block und soweit mein Auge reichte saßen auch alle. Janis berichtete ähnliches, sie stand oben auf der Tribüne.
Als dann die Ärzte letztendlich von der Bühne gingen, habe ich vor Glück ein paar Tränen
verdrückt. Das muss ein Anblick gewesen sein, ein recht stämmiger, junger bärtiger Mann, der auf
einem Festival Gelände steht, zittert und Tränen in den Augen hat.

Die Ärzte waren definitiv mein Highlight bei Rock am Ring 2019!

Nach dem sehr emotionalen Auftritt wollte ich mir eigentlich noch die Antwoord anschauen, habe es dann
aber leider nicht mehr geschafft. Ich musste erstmal wieder zu Sinnen kommen. Und so, nach 90 Minuten Auszeit war zwar die Antwoord fast am Ende ihres Auftritts, aber ich war noch lange nicht müde und wollte
den Tag nicht so enden lassen. Also bin ich kurzerhand Richtung
Rock-Square
gegangen um noch ein bisschen die Hüften kreisen zu lassen. Gelandet bin ich dann bei einer
kleinen
privaten Party
. Ein paar Besucher haben sich ihre eigene kleine Bühne aufgebaut und konnten
auch nach Programmende noch ordentlich abfeiern. Weil mir die Idee so gut gefiel bin ich noch für ein paar Stunden dort geblieben und habe ordentlich die Hüften kreisen lassen.

Nachdem dann die Sonne aufging musste ich auch mal ins Bett, bzw. in den Schlafsack. Und das war mein Samstag.

Die Antwoord

Sonntag ging es dann nach durchtanzter Nacht erstmal sehr entspannt weiter. Während Janis schon im Pressezentrum fleißig die Bilder bearbeitet hat, habe ich erstmal in Ruhe die Füße hochgelegt und die Sonne
genossen. Aber psst, sagt es ihr nicht 😉

Ein polizeilich ruhiges Festival


Pünktlich zum Start der ersten Band war ich an der Volcano-Stage und habe mir die Metalcore-Band Atreyu angeschaut. Ein toller Start in den letzten Festival-Tag!
Nach Atreyu bin ich zur Pressekonferenz gegangen um dort zu hören, dass der Veranstalter und die Polizei
sehr zufrieden mit dem diesjährigen Rock am Ring waren. Die
Straftaten konnte man fast an einer Hand abzählen, was bei 100.000 Menschen sehr erstaunlich ist.
Dieses Jahr lief alles reibungslos. Nichts fiel aus, es gab keine Terrorwarnung und kein Unwetter.

Im nächsten Jahr ist das 35-Jährige Jubiläum, das Jubiläumslogo ist teilweise an das erste Logo von 1985 angelehnt, und ab dem 11.06. kann man Karten kaufen. Logo

Nach der PK ging es für mich weiter mit Amon Amarth, eine Viking-Metal Band aus Schweden. Ich höre Amon Amarth schon seit knapp 10 Jahren und habe die Band am Sonntag zum ersten Mal live gesehen. Von
Wikingern aus dem Norden ging es zu Country-Musik aus Berlin –
The Bosshoss rockten mit kernigen
Riffs und dunkler Dekoration den Nachmittag auf der Volcanostage.

 

Ein Hotel als Deko


Nach Bosshoss bin ich rüber zu Alligatoah, der an der Crater- Stage spielte, gelaufen.
Was soll ich sagen? Ich bin schon seit einiger Zeit bekennender Fan des sympatischen
Rappers Alligatoah und hatte auch eine gewisse Vorfreude auf seinen Auftritt. Ich war einfach nur geflasht. Auf der Bühne stand eine Riesendeko – das “
Hotel Kalliforniah”, ein buntes Hotel mit vielen verschiedenen Zimmern, durch die Alligatoah mit Witz und Charme geführt hat.


BattleBoiBasti aka. LiftBoyBasti hat Alligatoah in Gesang und Performance stetig unterstützt. Der
Auftritt von Alligatoah zählte neben den Ärzten und nach Slipknot zu meinen Highlights.

Slipknot begeisterte die Menge

Von einem Highlight zum anderen ging es dann für mich – Slipknot, eine große Nu- und Alternative-Metal Band aus den Vereinigten Staaten.


Neben den Ärzten war Slipknot bereits im Vorfeld für mich ein muss. Die
Bühnendekoration
für Slipknot war gigantisch, und schon am Samstagabend wurde mit dem Auf-/Zusammenbau begonnen.
Während der Umbaupause nach Tenacious D wurde ein Banner mit dem Schriftzug der Band gespannt.
Die ersten Töne hallten über das Infield, die Menge rastete aus, und dann, ein epischer Moment. Das Banner wurde nicht nur heruntergelassen, sondern auch teilweise hochgezogen – das war ein Anblick, der allgemein sehr gut zur Darbietung passte.

Die Darbietung war an sich sehr düster, während Corey Taylor als Sänger im Vordergrund stand, haben die anderen Mitglieder von Slipknot eine Super Show abgezogen. Die Drumtürme, die standardmäßig von Clowns
besetzt sind, ragten zu beiden Seiten hoch auf.
Ein Laufband für düstere Asylum Walks war ebenfalls vorhanden.
Taylor, der durch seine Darbietung und das mitwirken der Besucher immer weiter angespornt wurde, war, wie man es auf den Leinwänden erkennen konnte, richtig im Rausch.

Er konnte die Menge durchaus kontrollieren, und so rief er nicht nur zu Moshpits, sondern auch zum
hinsetzen auf, dem fast alle folgten.
Musikalisch hat Slipknot einiges abgeliefert. Neben harten Songs spielten sie
auch Vermillion, eine eher ruhige Ballade. 

Alles in allem war Slipknot das teilweise lange warten in Block eins und zwei durchaus wert, meinen Lieblingssong “Wait and Bleed” spielten sie zwar nicht, ich bin aber dennoch voll auf meine Kosten gekommen, und so wird es garantiert auch jedem anderen ergangen sein.
Wer nicht bei Slipknot war hat was verpasst, wer aber da war, kann seinen Enkelkindern später aber noch von diesem spektakulären Auftritt erzählen.
Und so hat Slipknot das Programm auf der Haupttribüne beendet.


Kurz nach dem Auftritt gab es hinter der Bühne ein Feuerwerk, und das Festival ging zu Ende.

Das Ende

War wirklich alles vorbei? – Nein, Marteria & Casper brillierten noch an der Crater Stage und performten viele Songs ihres ersten gemeinsamen Albums “1982”. Aber auch Songs der Solokünstler wurden gespielt,
unter anderem “Scotty beam mich hoch” von Marteria oder “So perfekt” von Casper.
Eines der Highlights war der in der Zuschauermenge installierte Monstertruck, von welchem die Beiden auch
performten.

Das Rock am Ring 2019 war mein erstes, aber definitiv nicht letztes Rock am Ring.
Die Kulisse, die Menschen, die Künstler und das Rahmenprogramm haben in mir den Wunsch geweckt jedes Jahr wieder dort hinzufahren.


Da in den letzten Jahren immer wieder Unwetter oder ähnliches Rock am Ring heimsuchten, war ich umso glücklicher, dass dieses Jahr alles reibungslos funktionierte. Der Auftritt der Ärzte war mein Highlight und wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.

Ich komme wieder keine Frage


Neben den musikalischen Acts habe ich die Menschen, die Besucher sehr lieb gewonnen. Soweit ich es erblicken konnte, waren alle freundlich zueinander, haben sich geholfen und wollten einfach nur feiern und Spaß haben.
Der Spaß kam auch wirklich nicht zu kurz. Neben den vielen tollen Bands herrschte auch auf den
Campingplätzen eine sehr ausgelassene Stimmung – es gab Flunkyball, private Partys, Bierduschen und alles was zum Festival dazu gehört.


Ich bin in ein riesiges Treffen unter 100.000 Freunden gelangt ohne es vorher zu wissen, aber definitiv werde ich
wiederkommen! 

Fotos: Janis Hinz

Text: Lukas Arnold

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