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Mit dem Ballon gen Westen – Ballon von Michael Bully Herbig

Bereits ein gescheiteter Fluchtversuch

Nachdem der Ballonflug im Sommer 1979 über die deutsch-deutsche Grenze Richtung Westen scheitert, kehrt Familie Strelzyk unbemerkt nach Hause zurück. Dort leben sie in ständiger Angst erwischt zu werden. Trotzdem geben sie nicht auf und planen bei der amerikanischen Botschaft in Ostberlin Asyl zu bekommen, was ebenfalls scheitert.

Doris (Karoline Schuch) und Andreas Strelzyk (Tilman Döbler).

Flucht mit Hindernissen

Zusammen mit ihren Freunden, Petra (Alicia von Rittberg) und Günter Wetzel (David Kross), beginnen Peter (Friedrich Mücke) und Doris Strelzyk (Karoline Schuch) einen zweiten Ballon zu bauen. Es wird ein Wettlauf gegen die Zeit. Günter soll in sechs Wochen eingezogen werden und die Stasi um Oberstleutnant Seidel (Thomas Kretschmann) ist ihnen auf der Spur. Der zweite Start gelingt ebenfalls, aber auch hier gibt es Probleme. Die Grenzsoldaten sind in Alarmbereitschaft, der Gasverbrauch ist zu enorm und sie stürzen ab. Die beiden Familien erfahren, dass sie in Oberfranken – im Westen – runtergegangen sind. Dem ersten Schock weicht absolute Erleichterung und grenzenlose Freude.

 

Zehn Jahre später erleben sie die Maueröffnung vor dem Fernseher.

Unsere Einschätzung:

Michael Bully Herbig ist mit dem Film eine gute Darstellung einer wahren Begebenheit gelungen. Die Geschichte, die ohne rasante Actionszenen mit gewaltigen Special Effects auskommt, erzeugt trotzdem Spannung, bei der der Zuschauer mitfiebert und die einem nahe geht. „Ballon“ gibt einen Einblick in einen Teil deutscher Geschichte, der bis heute einen starken Einfluss ausübt. Inwieweit der Einzelne sich von Grenzen, sowohl realen, als auch im Kopf vorhandenen, einschränken lässt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Diese Geschichte zeigt, dass wenn man sich ein Ziel gesetzt hat, es auch erreichen kann.

Der Film ist auf DVD, Blu-ray und 4k UHD Blu-ray seit dem 14.März 2019 erhältlich. Er wird von Studiocanal vertrieben.

Foto: Studiocanal

Text: Sonja Pitzer

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