Das Lumpenpack über ihren Werdegang – ein Interview

Unsere Janis hatte anfang des Monats die Möglichkeit “Das Lumpenpack" zu interviewen.

Nachfolgend haben wir das Interview für euch abgetippt, da mir leider namentlich nicht klar ist wer von beiden welche Antwort gegeben hat, habe ich sie jeweils unter der Frage untereinander aufgeschrieben, sofern beide geantwortet haben.

Poetryslam zur Band wie war der Prozess für euch?

Ein fließender Übergang von Poetry zur Band, es gab keine direkten Zusammenschluss zur Band, es hat sich einfach ergeben.  Für einen selber kam das nicht überraschend, es war ein fließender Prozess. Es ist ein weiteres kreatives Spielfeld auf dem man sich bewegt.

Eure Songs thematisieren das Erwachsenenwerden, findet ihr es ist heutzutage schwerer erwachsen zu werden als früher?

Können wir nicht sagen. Es gibt niemanden der das wirklich beantworten, weil jeder nur in einer gewissen Zeit erwachsen wird.

Natürlich ist es heute einfacher als früher, weil man früher gestorben ist, z. B. an Kinderlähmung. Nein natürlich ist es heute einfacher erwachsenen zu werden, weil es der Bevölkerung besser geht, bspw. den Hunger in Europa gibt es nicht.

Du kannst die Herausforderungen von früher mit denen heute nicht vergleichen. Erwachsenenwerden ist sehr individuell.

Eure Songs etc. sind sehr lustig, thematisieren aber dennoch Probleme, wollt ihr das so darstellen?

Da steckt schon zu viel Überlegung drin in Relation zu was wir tun. Wir gehen von Themen aus und sehr klastisch an die Sache ran. Zynismus ist sehr trocken, deshalb kommt so eine Ernsthaftigkeit bei rum. Wir schreiben ein Lied und schauen dann wie es wirkt.

Wenn man es runter bricht haben wir eher ein lustiges Thema, dass durch den Sarkasmus ernst wirkt. Am Ende des Tages schreiben wir einfach lustige Lieder.  

Seid ihr der Meinung man wird viel mehr das was man früher gehasst hat?

Ich habe das früher nicht gehasst, also jetzt aus meiner Sicht. Man dachte halt man schafft es anders zu werden. Ich war mit 17 konservativer als ich es heute bin, weil ich auf dem bayrischen Land groß geworden bin. Ja ich bin genau das was ich früher gehasst habe.

Ich wollte immer freundlich sein und Freunde um mich rum haben, so wie meine Eltern, das war immer schön. Ich hab wenige Dinge verteufelt, deshalb denk ich kaum, fuck jetzt bin ich es selbst. Ich könnte mir auch die Birne am Wochenende wegschießen aber das kann ich körperlich nicht mehr, bin ja keine 21 mehr. Ich nehme viel zu gerne am Leben teil als es mir so zu versauen.

Das aktuelle Album heißt „eine herbe Enttäuschung“, wie seid ihr zum Titelsong gekommen?

Wir wussten der Witz funktioniert erst wenn das Album keine herbe Enttäuschung ist, es darf dann nicht Mittel sein, das hat uns motiviert und wir müssen uns mit dem Albumtitel auseinandersetzen.

Der Albumtitel will was von dir, du musst ein Resümee ziehen,  er will die Entscheidung wissen, JA oder NEIN?!

Das ist unser viertes Album, die ersten beiden hatten thematisch miteinander zu tun. So jetzt auch das vierte, ist die Erweiterung des dritten Albums.

Was hat sich seit Song eins für euch verändert?

Sehr viel, zum Glück nicht alles auf einmal. Wir haben mehr Möglichkeiten bekommen, wir sind selber besser geworden.  Am Anfang haben wir uns keine Gedanken über Songstrukturen gemacht, da war es noch durcheinander, heute machen wir es glatter. Heute verstehen wir auch mehr Musik Technik.

Viel Kleinkunst gemacht und Lesungen. Dann waren wir bei Open Flair und haben dann auf neue Gigs gewartet, aber wir stellten uns die Frage Warum machen wir nicht immer Open Flair? Damit haben wir 2018 angefangen und seitdem ist es so schnell gewachsen. Wir waren zu dem Zeitpunkt glücklicherweise gefestigt und fortgeschritten Alters, wir sind beide Ende 20. Da guckt man sich sowas auch entspannter an.

Wir hatten richtig viel Scheißgigs, viel Mist mitgemacht, aber das hat uns auch geprägt, dass der Verlauf erst mit dem vierten Album besser wurde.

Was ist euer persönlicher Lieblingssong von euren ganzen Songs?

Ford Fiesta ist meiner gerade aber das wechselt, es ist immer der neueste Song der funktioniert. Im Allgemeinen ist es schön jetzt ein Album zu haben bei dem Gig sich zu freuen auf jeden Song der noch kommt.

Meiner ist Pädagogen, der macht sich gerade. Die Konzerte sind mit 2 Stunden echt lang, man hat nun immer Songs wo man 100 Prozent dahinter steht.

Foto: Marvin Ruppert

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