home Action, Ruhrgebiet, Spaß Circus FlicFlac – Farblos Tour – Eine neue, brandheiße und atemberaubende Show

Circus FlicFlac – Farblos Tour – Eine neue, brandheiße und atemberaubende Show

In der Zeit vom 12.04. – 22.04.2018 war es soweit und der Circus FlicFlac machte einen Stopp in der Stadt Recklinghausen und zwar auf dem Parkplatz der Vestlandhalle. Auch wir waren am Montag, den 16.04.2018 live vor Ort und hatten die Möglichkeit uns das aktuelle Programm „Farblos“ uns anzuschauen.

Es war ein sonniger und angenehmer Frühlingstag und die ersten Gäste sammelten sich an den auffallend großen gelb-schwarzen Zelten. Das bedeutete, dass es Zeit für den Circus FlicFlac wird. Dieser eröffnete auch dieses Jahr wieder seine Vorhänge und lies das Publikum wahrhaftig erstaunen. Die Gäste trafen sich auf dem Zeltvorplatz der Vestlandhalle, tranken ein kaltes Getränk und nahmen noch eine Kleinigkeit zu Essen zu sich.

Einige kauften sich noch Tickets für die Show, um diesen Abend gemeinsam genießen zu können. Auch einige Ticketgewinner waren vor Ort gewesen. Diesen war die Freude sichtlich ins Gesicht geschrieben. Danach ging es in das erste Zelt hinein, wo sich einige Gäste schon sammelten und gespannt auf den Einlass warteten. In diesem Zelt gab es auch die Möglichkeit sich etwas zu Essen und zu Trinken zu kaufen. Wer für den Besuch im Circus noch ein Andenken wollte, der bekam eine große Auswahl an Merchandise vor Ort geboten. Diese konnten dort direkt erworben und mitgenommen werden.

Plötzlich war es soweit und die Vorhänge öffneten sich. Die Tickets wurden kontrolliert und die Gäste durften nacheinander ihre Plätze an der Manege einnehmen. Von jedem Platz rund um die Manege hatte man einen grandiosen Ausblick gehabt.  Gespannt saßen alle auf ihren Plätzen und warteten auf den Beginn.

Um 20 Uhr hatte das lange Warten endlich ein Ende und um die Manege herum schossen Flammen heraus. Für einen kurzen Moment wurde es ganz schön warm. Nun begann das Programm „Farblos“.

Begonnen hat das Ganze mit dem Artisten Viktar. An den Strapaten zeigt er atemberaubende Figuren. Mit seinem exzellenten artistischen Können kreiert er waghalsige raumgreifende Figuren in der Luft und schießt pfeilschnell zurück auf den Boden.

Nun folgte ein Adrenalin Schub pur. Es folgte die Adrenalin Truppe mit ihrem bekannten Todesrad. Waghalsig sprangen sie auf und in den riesigen Stahlkoloss. Hier verliert die Schwerkraft ganz klar an Bedeutung. Das Publikum schaute gespannt rein und manche von ihnen waren regelrecht geschockt von den Sprüngen. Es gab nicht nur Seilspringen auf dem Todesrad. Zwei der Kolumbianer trauten sich etwas ganz besonderes. Einer von ihnen nahm seinen Partner auf die Schultern und gemeinsam liefen sie auf dem Todesrad herum. Was für ein Bild. Das Publikum kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.

Kurz darauf flog noch einmal Viktar mit seinen Strapaten durch die Lüfte, bis es mit Rhönrad Ferenc weiter ging. Diese beiden zauberten wunderbare Kunststücke in ihren Rädern hervor.

Kurz danach ertönten auf einmal Trommelgeräusche und Viktar und ein anderer Artist trommelten zusammen Melodien nach. Danach tauchten auch weitere Artisten auf, die lautstark gesungen hatten. Was für ein Moment! Nun ging es um verschiedene Sprungkünste auf einer Wippe. Die beiden Artisten wechselten sich ab und es waren waghalsige Sprünge dabei. Ab und zu hatte man wirklich das Gefühl, dass sich einer der beiden verspringen und verletzen würde. Jedoch sind die beiden so begabt, dass man sich dabei keinerlei Gedanken machen musste.

Daraufhin folgte der lustige Part des ganzen Programms. Aus dem Publikum erschien plötzlich Patrick Lemoine mit seiner Comedy Jonglage. Zuerst einmal begrüßte er ein paar Leute des Publikums und betrat hinterher die Manege. Mit seiner charmant-provokanten Art erschafft Patrick gekonnt seine perfekte Mischung aus Jonglage, Bewegung und Comedy. Scheinbar mühelos bewegt er spontan Hüte, Bälle, Zigarrenkisten und Tücher durch die Luft. Das Publikum kam aus dem Lachen gar nicht mehr heraus. Hier und da flossen auch ein paar Tränen vor Gelächter.

Nun trat die überaus bewegliche Cristina Garcia auf einem Auto auf. Cristina verbiegt ihren Körper in schier unmenschlichen Stellungen. Jedem anderen würden da die Körperteile schmerzhaft weh tun. Zum Schluss nahm sie sogar mit ihren Füßen Pfeil und Bogen und erschoss damit einen Luftballon auf einer Zielscheibe.

Nachdem das Licht kurzzeitig ausgeschaltet wurde, wurde schnell etwas für die nächsten Artisten aufgebaut. Nachdem das Licht an ging, schauten alle gespannt auf die Manege. Jedoch war dort kein Artist zu sehen. Plötzlich ertönten Motorrad Geräusche im Hintergrund und auf einmal flogen 3 mutige Männer mit ihren Motorrädern durch die Manege. Was für ein grandioser Augenblick!

Nach einer kurzen Pause ging es auch schon wieder mit dem Programm weiter. Sechs Männer sprangen auf riesigen Trampolinen herum und sprangen sogar auf ein Gerüst hoch. Bei einzelnen Sprüngen wurden Figuren wie Superman oder ein Schwimmer gezeigt. So hatte man sowohl etwas zu bestaunen, als auch etwas zum Lachen.

Gefolgt wurde das Ganze von Alain Alegria. Er zeigte dem Publikum waghalsige Balancen, die er mit einer spielerischen Leichtigkeit verdeutlichte. Der preisgekrönte Artist beherrscht sein Washington-Trapez, ist sich des Risikos seiner extremen Stunts – 16 Meter über dem Bühnenboden – bewusst.

Als nächstes trat Sandeep Vithoba Kale mit seiner Poleakrobatik auf.

Der 22jährige Inder präsentiert Mallakhamba – Volkssport in seinem Land. Diese spezielle Art des Poledance unterstreicht einmal mehr die Kreativität bei der Auswahl von Artisten und Darbietungen. Körperbeherrschung, Kraft, Ausstrahlung, Leichtigkeit – das alles verbindet Sandeep zu einer Performance, die in Deutschland ihres gleichen sucht.

Danach traten drei Männer auf, die ordentlich Jongliert haben was das Zeug hält. Nach und nach zeigten sie dem Publikum ihre Tricks und die Augen unsererseits konnten den Kegeln gar nicht so schnell zuschauen wie sie durch die Luft flogen.

Um wieder etwas mehr Emotionen in die Show zu bringen trat nun das Duo Turkeey auf. Den Beiden reichen Luft und Liebe. Julia Galenchyk und ihr Partner Dmytro Turkeev beweisen mit ihrer vor Kraft und Sinnlichkeit geladenen Luft-Darbietung wahres artistisches Können. Die Höhen und Tiefen einer Beziehung, verpackt in einer Power-Choreographie.

Nach einer Menge Emotionen musste natürlich auch wieder etwas Spaß in das Ganze gebracht werden. Und das gelang nur einem. Natürlich kam Patrick Lemoine wieder auf die Bühne und zeigte dieses Mal mit zwei Leuten aus dem Publikum ein paar lustige Tricks.

Als vorletztes trat die Artistengruppe Adrenalin Troupe auf.  Sieben Männer und ein fünf Millimeter Stahlseil katapultieren die Besucher in eine andere Dimension. In elf Meter Höhe präsentieren die aus Kolumbien stammenden Jungs extreme Tricks. Absolutes Highlight ist die dreistöckige Menschenpyramide. Dieser Part ist definitiv nichts für schwache Nerven! Das Publikum saß gebannt und auch ängstlich auf ihren Plätzen. Sie schauten zu wie die sieben Männer einen genialen Auftritt darstellten.  

Nun begab sich die Show dem Ende zu und es fing im Dunkeln an zu plätschern. Jeder hörte gespannt auf die Geräusche des Regens hin. Doch als ein gedämmtes Licht wieder erschien, da sah man einen Mann und eine Frau. Ein Pärchen tanzend im strömenden Regen und zeigten atemberaubende Figuren. Die Emotionen konnten regelrecht gespürt werden. Was für ein Highlight! Zum Schluss tauchten aus der Dunkelheit die anderen Artisten auf und stellten sich in einem Kreis auf. Kurz darauf zogen sie ihre Regenmäntel aus und das Licht erhellte in einem angenehmen hellen Ton. Nun standen alle Artisten vor dem Publikum, verbeugten sich und winkten ihnen zu. Anschließend verließen sie nacheinander die Bühne. Jetzt hieß es Abschied nehmen. Das Publikum nahm ihre Sachen und begaben sich langsam Richtung Ausgang. Im ersten Zelt standen noch einmal alle Artisten vereint und tranken sich etwas. Da blieb natürlich auch der ein oder andere Moment mit ihnen Fotos als Erinnerung zu machen. Später ging es dann für jeden einzelnen der Gäste nach Hause. Wahrscheinlich ließen einige sich die Show noch einmal im Kopf Revue passieren.

 

Wer also noch keine Show von Circus FlicFlac erlebt hat, sollte dies unbedingt noch tun. Auch für Kenner des Circus ist jede Show ein persönliches Highlight.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.